Konzept

Das Leben in unserer Einrichtung ähnelt dem einer Großfamilie, gekennzeichnet durch ein Geben und Nehmen:
Durch die entstehende Geborgenheit entsteht wiederum eine Stabilität, die den Mut der Menschen wachsen lassen kann. Die Mahlzeiten  werden mit den Bewohnern eingenommen. Durch eigene Zimmer ist eine Rückzugsmöglichkeit und die Intimsphäre gewährleistet. Die Ausgestaltung kann individuell und nach eigenem Geschmack geschehen. Rücksichtnahme in Krisenzeiten und gegenseitige Fürsorge, nicht nur durch die Mitarbeiter sondern auch durch die Bewohner, gehören zum Alltag. Gespräche entstehen während der Arbeit, der Mahlzeiten, können aber auch ganz persönlich, unter vier Augen geführt werden.
Die Einrichtung hat keinen institutionellen Charakter.

Um die Würde der Menschen zu wahren, versuchen wir nicht die Krankheit in den Vordergrund zu stellen,
sondern die Persönlichkeit jedes Einzelnen. 

Wir nehmen am Schicksal der Menschen teil und haben großes Interesse an deren Biographie. Es ist ein Zusammenleben. Die Feste des Jahreskreises und Geburtstage werden gemeinsam mit beiden Gruppen gefeiert. Hierfür werden Kuchen gebacken und die Mahlzeiten nach besonderem Wunsch zubereitet. Die Räume werden entsprechend geschmückt, woran interessierte Bewohner teilhaben. Zu den Festen des Jahreskreises werden entsprechende Texte gelesen und das Musizieren und gemeinsame Singen runden solche Tage ab.

Es ist auch schön, dass einzelne Bewohner Anregungen zur Freizeitgestaltung geben und
diese auch teilweise selbst initiieren und leiten, z.B Chorsingen, Kegeln und Wandern.

Durch unsere eigene Naturverbundenheit möchten wir die Aufmerksamkeit und das Interesse für die Naturgeschehnisse, z.B. die Abläufe der Blütenzeit, bei den hier lebenden Menschen wecken oder vertiefen.

Unser Anliegen ist es, unsere Bewohner zu einer gesunden Lebensführung zu bewegen. Die vollwertige Ernährung aus eigenem biologisch dynamischen Anbau ist dabei selbstverständlich. Es ist uns ein Bedürfnis, das Vertrauen zur Homöopathie zu wecken und die Wichtigkeit der Kunsttherapien zu vermitteln. Wir schaffen ein therapeutisches Milieu, um Nachreifungsprozesse zu ermöglichen, Anregungen zur Interessenbildung zu geben, lebenspraktische Fertigkeiten zu schulen und soziale Kompetenzen im Umfeld zu erwerben.

Dies soll erreicht werden durch tages- und wochenstrukturierende Maßnahmen, durch die Jahreszeiten,
die die rhythmischen Lebensprozesse fördern, durch die Schulung der Sinne und Wahrnehmungsfähigkeiten
nach "innen" und nach "außen" und durch die Unterstützung der eigenen Ressourcen und Initiativfähigkeit.
Dies ist die Grundlage für weitere Ich-Tätigkeit und Begeisterungsfähigkeit.